• Elisa Weiß

Interview mit einem Poledancer: Elisa (Black.Glitter-Tales)

... bevor ich es vergesse: Werbung durch Markennennung von Dienstleistern/Personen - alles rein meine Meinung und nur eine Empfehlung meinerseits || Produkte selbst gekauft ...

Hallo ihr Lieben,

nach langer Überlegung und den innerlichen Drang diese Interviewreihe wieder ins Leben zu rufen, mache ich heute den Anfang. Ich versuche hiermit einen kleinen Support für Poledancer zu gründen und auch für Hoopies - meine neue Leidenschaft.

Der eine oder andere versteht es immer noch nicht, warum ich derzeit einfach kürzer mit dem Poledance trete, warum ich das Studio gewechselt habe und generell, warum ich jetzt andere Dinge mache als Pole. Vielleicht kläre ich hiermit ein paar Fakten genauer und lasse euch somit nicht ganz im Regen stehen. Ich nehme mir heute die Zeit für euch und beantworte meine Fragen, die ich schon einigen Poledancern zu gesendet habe.

Wenn auch Du Lust hast, diese Fragen zu beantworten, weil du dich bereits innerlich erwischt hast, diese zu beantworten beim Lesen meiner Antworten, dann fühle dich frei und kontaktiere mich über Instagram, Facebook, eMail (blackglitter-tales@web.de) oder nutze hier meinen Chat mit einer kurzen Nachricht und deiner eMail Adresse.

Nun wünsche ich viel Spaß!

Stell dich doch bitte als Erstes vor!

Mein Name ist Elisa, ich wohne in Berlin-Reinickendorf mit meinem Mann und meinen vier Samtpfoten – Anubis, Sirius, Salazar und Azrael. Ich bin seit Mai 2019 verheiratet und lebe seit diesem Jahr bereits 10 Jahre in einer Beziehung. Ich bin gelernte Biologielaborantin und arbeite nebenberuflich als MakeUp Artistin.

Mein Leben ist vielseitig und somit gehören einige Hobbys zu meinen liebsten Leidenschaften, darunter Hula Hoop Dance, Blog schreiben und kreativ sein - auch den Sommer auf einem Stand Up Paddel zu genießen ist eine wundervolle Variante abzuschalten.

Seit wann hat dich das Pole-Fieber gepackt? 

Angefangen habe ich im Januar 2015 im Schönheitstanz-Studio.

Ich lernte schnell und wollte eigentlich auch kurzer Hand viel mehr können als das Angebot im Studio. Im Dezember 2015 habe ich dann das Studio gewechselt und bin zum Redlightdance gegangen. Dort war ich auch bis Ende 2018, spürte dann aber kam noch Entwicklung und igelte mich in meinem Selbstmitleid ein, da andere einfach besser waren wie ich. 2018 habe ich dann auch aufgrund von gesundheitlichen Gründen - mit zwei leichten Bandscheibenvorfällen in der Halswirbelsäule - meinen Vertrag vorzeitig kündigen können. Nach der Hochzeit Mai 2019 habe ich beschlossen meine Pause wieder aufzuheben und bin zurück ins Schönheitstanz-Studio. Im September 2019 habe ich dann mit ExoticPole angefangen und seitdem hängen geblieben. "Normales" Poledance mache ich seitdem nicht mehr sehr oft.


Wie bist du zum Poledance gekommen / wie bist du aufmerksam geworden?

Generell war ich damals auf der Suche nach einer Sportart mit Tanz.

Und irgendwie wurde mir das dann bei meiner Googlesuche vorgeschlagen. Schnupperstunde gebucht und irgendwie die ersten Jahre leidenschaftlich hängen geblieben. Bei Poledance mit Choreografie, kam dann noch Aerial Hoop dazu.

Wie schaut dein Training aus?

Im Studio beim ExoticPole gibt es ein kleines Warmup mit etwas Stretching und ein paar Kraftübungen, danach wird an der Choreografie gearbeitet und Tricks auseinandergenommen. Durch Corona kann leider keine Hilfestellung gegeben werden, sodass man sich dies immer und immer wieder zeigen lassen muss und dann das Beste draus zu machen. Das Training endet mit einem Cool-Down.

Bis Juni 2020 stand auch noch meine Pole im Wohnzimmer und ich habe bis dahin auch - ab und an - etwas gemacht, aber nicht aus der Überzeugung Spaß sondern weil ich das Gefühl hatte etwas machen zu müssen. Da war halt kurz aufwärmen, das wichtigste dehnen und kurz bisschen Bauchtraining in Form von diversen Aufschwüngen. Dann habe ich Trick gelernt worauf ich Lust hatte und die ich irgendwo bei Instagram gesehen habe. Zum Schluss rolle ich mich aus auf meiner Blackroll.


Wie oft trainierst du die Woche / wieviel Zeit investierst du in dein Training?

Wenn ich so mal an damals denke - am Anfang - habe ich fast jede freie Minute mit Pole-Training verbracht, war in meiner Hochzeit bis zu 3mal im Studio trainieren, habe an Workshops teilgenommen. War mehr unterwegs als zu Hause und wenn ich zu Hause war, habe ich alles versucht nach zu trainieren, was im Studio gelernt wurde.

Habe versucht stärker zu werden und habe mich letztendlich körperlich und auch seelisch fertig gemacht und auch machen lassen, weil ich nicht so gut war wie andere.

Nun trainiere ich nur noch einmal in der Woche - gehe ins Studio zum ExoticPole und nehme nur noch ganz selten an Workshops teil. Habe aber das Gefühl, das es mir mehr gut tut als das ganze Training davor.


Hast du noch andere Sportarten, die zu deinem Hobby zählen?

Ich war auch mal in diversen Fitnessstudios angemeldet - am Anfang immer relativ regelmäßig hingegangen, aber dann schnellstmöglich - sobald es ging - wieder gekündigt.

Es ist einfach nicht so meins.

Neben ExoticPole habe ich auch mein Herz (und das auch viiiiiel mehr und ich glaube auch mit größter Leidenschaft) an den Hoop Dance - der Tanz mit dem Reifen (Hula Hoop) verloren. Es befreit und tut unglaublich gut für die Seele und ist gesund.

Studiogänger oder Selbstbeigebracht? 

Ich glaube, dass beides seinen Reiz und seine Vorteile hat. Wenn man in ein Studio geht, dann muss man zu einer bestimmten Zeit Zeit haben und auch dort anwesend sein. Man muss schauen ob man mit anderen Menschen zurecht kommt und wie groß die Gruppen im jeweiligen Studio sind. Ob man vielleicht auch untergeht beim Training, weil man durch eine zu große Teilnehmeranzahl nicht ordentlich betreut wird. Ein großer Vorteil ist in einem Studio, dass man definitiv durch professionelle Anleitung an die Hand genommen wird und das man Schritt für Schritt an den Trick herangeführt wird.

Beim Selbstbeibringen ist es von Vorteil, dass man sich seine Zeit selbst einteilen kann, jedoch unter keiner professionellen Anleitung und nur über Instagram und/oder YouTube Videos. Man fühlt sich aber sicherer in den eigenen Vierwänden und man kann sein Trainingspensum selbst entscheiden und die Wahl darüber, was man selbst sich beibringen möchte.

Am Anfang würde ich jedoch immer in ein Studio gehen um die diversen Griffe beigebracht zu bekommen.


Was faziniert dich am Poledance? 

Eigentlich ist es Alles - diese Vielzahl an Pole-Arten. Angefangen von der Vielseitigkeit, die man an der Stange machen kann. Egal ob klassisch, exotisch, kraftvoll oder flexibel.

Selbst wenn man nur auf dem Boden etwas macht, ist es völlig Okay.

Man kann mit so vielen Tricks spielen und neue Combos ausprobieren - egal ob sie leicht sind oder auf Profielevel. Man lebt in diesem Moment und konzentriert sich - im Optimalfall - auf sich selbst. Ich finde es auch beeindruckend, dass man sich selbst neu entdecken kann - vor allem im ExoticPole Bereich lernt man seine eigene sexy/verruchte Seite kennen, die man vielleicht davor nicht hatte.


Poledance, Polefitness, ExoticPole, Choreografie, Freestyler oder Pole-Tricks? 

Damals fand ich Pole-Tricks also Polefitness mega toll, da man da so viele Tricks in kurzer Zeit gelernt hat und das sah natürlich für das Instagram Bild toll aus.

Die Zeiten haben sich aber geändert und ich tanze lieber um die Stange herum - am liebsten zu einer schönen Choreografie. Dank ExoticPole konnte ich auch in den Freestyle-Bereich hereinschnuppern. Man wird von Mal zu Mal selbstbewusster und tanzt einfach um die Pole mit High Heels. Alles was dort passiert, passiert für den Moment und am besten ist es, wenn man auch noch das Lied spürt und es toll findet. Ich hätte auch nie im Leben gedacht, dass ich es liebe auf meinen Pleaser Boots zu tanzen.

3 Vorbilder, die dich inspirieren? Wieso inspirieren sie dich? 

Ich habe ehrlicherweise in meinem ersten Interview nachgesehen, was meine Antwort zu dieser Frage war: Es gibt so viele tolle und talentierte Poledancer!

Zu meinen „unerreichbaren“ Vorbildern zählen auf jeden Fall Bethany Finlay. Ich liebe ihre verrückten Videos, die immer einen absoluten WOW-Effekt besitzen.

Anastasia Skuktorova und Amy Hazel für ihr Beweglichkeit, Grazie und Tricks.

Auf jeden Fall liebe ich Marion Crampe für ihre Leichtigkeit und Flexibilität.

Dmitry Akimenko als Mann für seine Kraft, aber Eleganz in den Bewegungen.

Karo Swen vergöttere ich seit der ersten Pole-Session für ihre Kraft, ihre Choreos und einfach weil ich sie unglaublich toll finde.

Heute schaue ich ehrlicherweise nicht mehr auf diese Profies - außer Bethany Finlay: sie ist und bleibt einfach eine mega Poledancerin und ich liebe es ihre Videos mir anzusehen.

Durch ExoticPole schaut man natürlich auch auf die Exotictänzer und nicht mehr so richtig auf die, die Tricks machen. Da kann ich auch ohne Probleme - und auch damals bereits genannt - Sandra Beeston nennen. Nicht nur weil ich sie als Person sehr wertschätze und ich froh bin sie auch persönlich zu kennen, sondern auch weil sie sich so entwickelt hat. Ich liebe ihre Videos und das was sie macht. Ich beneide sie für den Mut und den Schritt ausgewandert nach Australien zu sein. Dann kann ich ohne Bedenken Steffi als eins meiner Vorbilder nennen. Ich liebe ihre Eleganz, ihre Flexibilität und dass, was sie an der Stange zaubert mit einem Hauch an Sexiness. Sie ist eine tolle ExoticPole Tänzerin und auch Trainerin - ebenfalls beim Aerial Hoop ist sie wundervoll. Die dritte im Bunde soll Sophie sein. Sie kann sich einfach nur unglaublich gut bewegen in den High Heels und sie strahlt einfach nur Pure Sexiness aus.


Dein Motivationsmotto? 

So ein richtiges Motto habe ich ehrlicherweise immer noch nicht, aber oftmals sage ich mir „Ohne Fleiß kein Preis!“. Denn dieses beschreibt mich am meisten und am ehesten. Ohne diversen Ehrgeiz und Geduld haut bei mir persönlich nicht sehr viel hin. Ich musste schon irgendwie immer alles erkämpfen und mir ist nicht alles in den Schoss gefallen, was ich auf Anhieb konnte. Dies war damals manchmal etwas sehr entmutigend und demotivierend.

Aber derzeit und der Situation verschuldet finde ich dieses Motto gut gewählt: "Sorge gut für deinen Körper. Es ist der einzige Ort, den du zum Leben hast.“

Und wenn ich dies einfach reflektiere, habe ich mich in der Zeit relativ kaputt gemacht. Derzeit lebe ich eher in der Zeit, wo ich meine Gesundheit und mein Leben wertschätze - nicht nur mein eigenes, denn ich bin verheiratet und habe vier Samtpfoten in meiner Verantwortung. Ebenfalls ganz passend für mich finde ich dieses Motto: "Ich mag zwar noch nicht am Ziel sein, aber ich bin auf jeden Fall schon näher dran als gestern.“ und nach diesem Motto lebe ich auch derzeit. Es bringt mir nichts im Selbstmitleid zu versinken und auf andere zu gucken.


Dein Lieblingstrick? 

Damals fand ich sämtliche Layback und Butterfly Variationen toll. Die mag ich auch immer noch, weil sie irgendwie die ersten Kopfüberfiguren sind, die man gelernt hat.

Bei ExoticPole mag ich alles was mit Clockwork zu tun hat.

Dein Hasstrick? 

Aysha - nie hinbekommen weil meine Armkraft und sicherlich auch mein unterer Rücken zu wenig Muskulatur hat, dass ich sie halten kann. Ende vom Lied: laufenden dagegen knallen an die Pole und sicherlich innere Angst, dass mir etwas dadurch passiert.

Dann kann ich auch ohne schlechtem Gewissen schreiben: Cupid. Ich finde den hässlich und auch nie hinbekommen obwohl er eigentlich relativ einfach ist.

Bei ExoticPole fällt mir extrem schwer die Schulterstände und an Schulterrollen - egal ob vorwärts oder rückwärts - hatte ich auch zu kämpfen. Aber die werden von Mal zu Mal besser. Die Stände sind einfach nur schmerzhaft - auch mit Tshirt oder irgendeine Form von Bedeckung.


An welchem Trick arbeitest du gerade? 

Bevor ich aufgehört habe bzw kürzer getreten bin, habe ich am Dragontail, Gargoyle und dem Seahorse gearbeitet. Ersteres und letzteres haben sogar ab und an funktioniert.

Beim ExoticPole trainiere ich an den Dingen, die in der Choreografie vorkommen - das ist meistens Floorwork, Drehungen oder diverse (einfache) Tricks.


Zu welcher Musik trainierst/tanzt du gerne? 

Ich liebe es tatsächlich in meinem Bereich der Musik zu bleiben - also Gothic, EBM, Darkwave oder Rock. Dazu darf die Musik auch gerne Sexy sein, Nine Inch Nails sind dazu sehr gut geeignet.

Hiphop und was eigentlich für ExoticPole immer spricht: Dubstep sind so überhaupt nicht meins. Da fällt es mir auch extrem schwer die Musik zu spüren und mich dazu zu bewegen.

Bei einem Hauch von Dubstep in Form von Instrumental Core bin ich dabei, aber da muss die Musik schon etwas dramatischer sein.

Wie bringst du dir neue Pole-Tricks bei? 

Meistens in Form von einem Studiobesuch oder durch Instagram und Youtube. Da heißt es dann immer den Trick so oft ansehen und probieren bis er dann halbwegs klappt. Gerne auch mit einem Spotter - in dem Fall immer/meistens durch meinen Mann.


Was sagen Familie/Freunde/Bekannte zu deiner Leidenschaft?

Am Anfang kamen kurze Bedenken in Form von "verdienst du so wenig". Nach Aufklärung und den Besuch von diversem Poleveranstaltungen war aber diese Frage sehr schnell in Vergessenheit geraten. Auf Arbeit gab es am Anfang auch komische Kommentare in Form von "also da wird sich ja mein Mann freuen", aber ich stand da schon immer dahinter.

Mein Leben, mein Körper, meine Entscheidung.


Was beeinflusst dich auf Sozialen Plattformen aktiv zu sein? 

Die Community, aber auch die Tatsache, dass ich damals eine Art Vorbildfunktion von diversen Followern hatte. Die sind jetzt viel besser und folgen mir auch nicht mehr.

Nun poste ich kaum noch regelmäßig und unterhalte eher durch Storys oder diverse HulaHoop Dance Videos.

Wie sieht für dich dein perfekter Pole-Tag aus? 

Trainieren von Tricks auf die man Lust und Laune hat - zu guter Musik, vielleicht sich mit einem Pole-Buddy.


Dein absoluter Tipp für Pole-Newbies?

Schau nicht auf andere und mache dein Ding. Lass dich nicht von Kritik herunterziehen.

Außerdem finde ich es ganz hilfreich sich auf Instagram eine Seite zu erstellen für seine Fortschritte.


Wenn du dein bisheriges Leben beschreiben müsstest, wie würde dies in Pole-Tricks oder einer Choreografie aussehen? 

Am Boden, viele Drehungen mit viel Gripmittel - vielleicht auch mit klettern einem Air Invert, ein paar Tricks. Endet am Boden mit Floorwork. Aufstehend und mit stolzen Haupt den Raum verlassend.

Dazu Musik mit eibem Hauch Dramatik - Elisa halt.

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