• Elisa Weiß

Make Up Artist - ProAcademy Leipzig

... bevor ich es vergesse: Werbung durch Markennennung von Dienstleistern/Personen - alles rein meine Meinung und nur eine Empfehlung meinerseits || Produkte selbst gekauft | Produkte gestellt bekommen ...

Hallo meine Lieben,

nun bin ich zertifizierte MakeUp Artistin - genau genommen seit 14. März 2020. Da sich die Lage und die Situation mit Corona zum Ende hin "zugespitzt" hat, gibt es auch ab und an ein "Coronaupdate" - ich entschuldige mich, wenn es scheint, dass der Beitrag etwas "auseinandergenommen" wird durch dieses Update.

Ein Update, wo ich denke, dass es eher als Entschuldigung bzw. Ausrede genommen wurde... Denn eigentlich sollte dieser Beitrag schon längst online gehen und diese Verspätung ist mir nicht geschuldet...

Gut, im Nachgang dann letztendlich schon, da ich auch öfters überlegt habe den Beitrag nie online zu stellen. Ich bin noch immer gefrustet und tatsächlich von dem Abgang enorm enttäuscht, aber seitdem 11. August 2020 habe ich dann doch endlich mal mein Zertifikat erhalten und warte bis heute auf die Bilder vom Fotoshooting.

Ich bin es leid mich mit dieser Thematik und dieser Schule auseinanderzusetzen.

Ich möchte euch heute mit meinem Blogbeitrag meine Gedanken, Erfahrungen und den Ablauf meiner Weiterbildung/Ausbildung schildern.

Ebenfalls möchte ich mit diesem Beitrag eine Art "Schlussstrich" ziehen.

Coronaupdate zur Zeit des Lockdown: Dank Corona und was gerade hier in Deutschland und in der Welt abläuft, bin ich gefühlt sehr am Anfang und dies alles erschwert es erst Recht. Ich möchte nicht egoistisch erscheinen und ich halte mich persönlich - so gut es geht - an die Richtlinien und Bestimmungen, die derzeit verordnet/empfohlen werden. Ich meide Menschen und habe schon einige Aufträge absagen müssen. Natürlich halte ich mich an die Vorschriften und versuche das Beste daraus zu machen, ABER (!!!) mir blutet das Herz und hoffe, dass es irgendwann wieder relativ normal und im Einklang ist. So habe ich mir ehrlicherweise meinen Start als MakeUp Artist nicht vorgestellt! Wobei, wenn ich jetzt so drüber nachdenke: ist es auch völlig in Ordnung so wie es läuft.

Denn Dank meines festen und stabilen Berufs gehörte ich nicht zu den Menschen, die von Kurzarbeit und/oder Home Office (nur ab und an) betroffen sind.

Ich gehe jeden Tag ins Labor und verrichte dort meine Arbeit.

Mit der Verkündung meines Arbeitgebers – Bayer – am 06. Dezember 2018 brach für mich meine Heile-Arbeitswelt zusammen. Noch nie habe ich mich so wertlos, nicht geschätzt und einfach verarscht gefühlt. Immerhin wollten sie (Bayer) die Abteilung, wo ich arbeite (Protein Technologies) komplett auf Null setzen und andere Abteilungen sollten zum Teil abgebaut werden. Der Boden unter meinen Füßen fiel und ich hatte auf einmal Zukunftsängste.

Ich sah alles schwinden und mich bereits unter der Brücke leben. Ja - der ein oder andere mag sich denken: Abbau ist doch heutzutage völlig normal und ich solle mich nicht so haben... Ja - dass mag auch alles so stimmen, aber es war schon eine verdammt beschissene Zeit und die (Vor-) Weihnachtszeit konnte mir auch echt gestohlen bleiben...

Jetzt im Nachgang - nach diesem sogenannten "Day One" bin ich bei einem neuen Arbeitgeber, habe dieselbe Arbeit wie zuvor, dieselben tollen Arbeitskollegen, mein Arbeitsplatz ist geblieben und mein Gehalt wird weitergezahlt. Vielleicht war es auch erstmal nur die Panik und ich wollte dennoch eine kleine Veränderung bzw. einen neuen Bereich entdecken?!?

Meine Freude auf meine/unsere bevorstehende Hochzeit wurde von gleich auf jetzt zu Nichte gemacht. Ebenfalls das Phänomen solch eine Verkündung kurz vor Weihnachten zu machen, finde ich noch heute unter aller Sau. Meine Begeisterung für meinen Beruf schwand und ich wollte eigentlich nur noch weg. Ebenfalls schrieb ich eine Initiativbewerbung nach Leipzig – (leider) wurde ich abgelehnt. Dies war mir jedoch klar, da ich das letzte Mal histologisch in der Ausbildung gearbeitet habe. Dennoch hätte es klappen können - schade eigentlich!

Die Idee eine Ausbildung zu machen – etwas Neues zu lernen – kam also aus meinen Zukunftsängsten und meinen innerlichen Drang mir etwas Neues zu suchen (auch weil ich mich nicht mehr so wohl hier in Berlin und auch beim Arbeitgeber fühlte..., dies hat sich aber auch nachdem "Day One" geändert...).

Tatsächlich bin ich immer noch Biologielaborantin und werde es auch weiterhin sein. Und der Schmerz – die Enttäuschung der Firma, die man immer gerne genannt hat als man nach dem Arbeitgeber gefragt wurde – haben alles bestärkt und bestärken mich noch heute, dass ich etwas ändern möchte in meinem Leben.

Jetzt zeige ich meinem alten Arbeitgeber einfach nur noch innerlich den Mittelfinger!

Also suchte ich mir in Berlin eine MakeUp Schule, was nicht so ganz einfach war aufgrund meiner Arbeit. Ich schrieb Schulen an – habe von einigen bis heute keine Rückmeldung bekommen, da sie es anscheinend nicht nötig hatten zu antworten. Von einer Bekannten habe ich jedoch gewusst, dass sie damals auch diesen Weg zur MakeUp Artistin gegangen ist und eine Art Wochenendausbildung absolviert hat. Perfekt – dachte ich mir – und schrieb sofort die ProAcademy an und fragte nach Terminen im Jahr 2019. Die nächste Hürde: die ProAcademy gab keine Termine für Berlin heraus und es war auch nichts in Planung, weil es die Schule in Berlin überhaupt nicht mehr gab.

Alternativen waren Köln, Frankfurt, Hamburg, München oder Leipzig.

Letzteres klang nicht schlecht, denn immerhin war es der kürzeste Weg und in Leipzig kennt man Leute und hat Familie. Also habe ich mich dann für den Kurs im Zeitraum Oktober bis Dezember 2019 angemeldet – bezahlt und ich freute mich auf meinen neuen Weg. Leider fing die Weiterbildung in dem Zeitraum statt als wir auch eigentlich Urlaub geplant hatten. Unsere Hochzeitsreise nach Prag sollte anstehen – also: storniert und auf weiteres verschoben (Corona sei Dank)…

Nun konnte doch nichts mehr schief gehen – oder vielleicht doch?

Natürlich – der plötzliche Verlust meiner Oma zog mir und meiner Familie den Boden unter den Füßen weg und ich freute mich - ehrlicherweise - über eine willkommene Ablenkung. Kurz vor der Beerdigung im September erhielt ich eine eMail von der ProAcademy. In dieser Nachricht stand, dass sie leider den Kurs (Oktober bis Dezember) absagen müssen. Ein wirklicher Grund stand nicht geschrieben, aber ich schätze, sie hatten nicht genug Dozenten/Trainer, die die Wochenenden durchführen konnten.

Ich war stinksauer, weil ich mir 15 Tage Urlaub zurückgelegt hatte, um mir wenigstens immer einen Montag frei zu gönnen... Dicker Strich durch meine Rechnung! Die Urlaubstage musste ich natürlich noch im Jahr 2019 nehmen und verbrauchen, weil Urlaubstage sind Kalendertage. Ich war sauer und traurig, weil wir wegen Nichts und wieder Nichts unsere Reise verschieben mussten.

Die zweite Hälfte von 2019 war wirklich nicht mein Jahr.

Mir wurde jedoch angeboten, das Geld zurückzubekommen oder auf einen neuen Termin zu warten. Ich wählte letzteres und ließ mich für Januar bis März 2020 anmelden.

Ich war froh, dass ich noch keine Bahntickets für Oktober gekauft hatte!

Die wären sonst auch für die Tonne gewesen...

Hätte ich da vielleicht schon stutzig werden müssen???

Meine Ausbildung zum MakeUp Artist in der ProAcademy in Leipzig fing am 11. Januar 2020 an und ging bis zum 15. März 2020 – im Zeitraum von 10:00 Uhr bis mindestens 17:30 Uhr (manchmal auch länger). Wobei dies geplant war - ebenfalls Dank Corona kam es etwas anders als gedacht...

Jedes Wochenende zwischen Berlin und Leipzig pendeln mit dem Zug – ab und an kam auch Matze mit und wir fuhren dann bereits Freitag mit dem Auto hin. Ich habe es mir nicht anders ausgesucht und möchte jetzt kein Mitleid haben, aber es war auch echt anstrengend.

Zumindest, weil ich die letzten zwei bis drei Wochen sehr angeschlagen war (NEIN - ich hatte kein Corona, einfach nur eine Erkältung) und sogar ca. 1.5 Wochen davon krank geschrieben war (Grund: Bronchitis)...

Positiv anstrengend, aber ich habe es gemerkt, dass ich am Limit war - auf Arbeit war ich ab und an ziemlich unkonzentriert, ziemlich schnell genervt (wobei das bin ich derzeit ehrlicherweise auch ohne Weiterbildung, da ich diverse Entscheidungen/Verteilungen unfair finde). Von Montag bis Freitag im Labor stehen – Projektarbeit und immer das Beste zu geben, meistens nachmittags mit Kopfschmerzen/Migräneanfällen.

Von Montag bis Freitag zwischen 5:00 Uhr oder 5:30 Uhr aufstehen.

Von Montag bis Freitag neben der Arbeit noch zum Exotic Pole und Stretching gegangen, denn sonst hätte mir einiges gefehlt und mir wäre die Decke und die Gesamtsituation auf die Füße gefallen. Zu Hause hatte ich leider nicht sehr viel Zeit für Sport, aber ich versuchte wenigstens 2 bis 3 Mal die Woche in ein Polestudio zu gehen. Von Samstag bis Sonntag den Pinsel schwingen und verschiedenste MakeUp Looks zu kreieren - dort ebenfalls alles Ernst nehmen und mit 100 Prozent oder mehr dabei sein.

Immer samstags gegen 5:30 Uhr aufzustehen, damit man um 7:30 Uhr den ICE nach Leipzig bekommt und dass man noch eine Stunde Puffer hat, falls die Bahn mal Verspätung hat – kam auch ab und an vor!

Dies hätte ich tatsächlich nicht alles so souverän geschafft, hätte mir Matze nicht einiges an Arbeit abgenommen. Er hat sich am Wochenende immer um den Haushalt gekümmert – einkaufen, Staub saugen, Samtpfoten verpflegt, Wäsche gemacht – sodass ich mich auf meine Weiterbildung voll und ganz konzentrieren konnte. DANKE DAFÜR MEIN LIEBSTER!!!

Coronaupdate: Durch die Coronakrise wurden alle Sportstudios - auch Polestudios - gezwungen ihre Kurse und Studiotüren zu schließen. Gut - dadurch, dass ich nicht 100 %ig fit war, habe ich auch Menschen in den Polestudios gemieden und habe mich immer bei den Kursen abgemeldet. Da ich mich persönlich schützen wollte und auch meine Mitmenschen empfand ich dies als beste Lösung. Und ab und an etwas trainingsfrei ist ebenfalls nicht so verkehrt, wobei ich auch sagen muss, dass ich Poledance (Asche über mein Haupt) nicht wirklich vermisst habe... Es standen halt wichtigere Ereignisse vor ihrer Bewältigung und hatte für mich persönlich höhere Prioritäten! Denn jeder der mich kennt: ich mache alles mit Herzblut (was mich auch öfters vor diversen Herausforderungen (psychisch und seelisch) stellt)!

Da war er nun - der Samstag, 11.01.2020. Der langersehnte erste Tag der Weiterbildung - ich war so aufgeregt und gespannt. Es begann mit einer kleinen Vorstellungsrunde und die Tatsache, dass ich nicht aus der Branche (Friseur | Kosmetik) war und noch nie an jemanden geschminkt habe. (Wobei ist nicht ganz richtig: zu Halloween habe ich die liebe Franzi geschminkt)

Zu jedem Thema, was auf dem Stundenplan stand, seht ihr das Ergebnis.

Ich finde man sieht Veränderungen und Fortschritte.

Der Stundenplan sah wie folgt für den Kurs aus:

11.01.2020 - Einführung

12.01.2020 - Haut (Glow | Matt) || Jenny

18.01.2020 - Augenbrauen || Lena

19.01.2020 - Nude mit Bananentechnik || Laura

25.01.2020 - Soft Smokey Eyes || Jessica

26.01.2020 - Facechart | Ethnisches Make Up + Eyeliner || Anika

01.02.2020 - Smokey Eyes || Caro

02.02.2020 - Lippen || Sandra

08.02.2020 - Bride || Victoria

09.02.2020 - Male | Best Ager | Endverbrauchertest || Lisa

15.02.2020 - Facechart | Catwalk (Augenbraue abkleben) || Hanna

16.02.2020 - Referat (Thema: 80er Jahre) || Anni

22.02.2020 - Influencer || Caro

23.02.2020 - Influencer (Cut Cruise) || Miezi

29.02.2020 - Shooting || Anni

01.03.2020 - Shooting || Maria

07.03.2020 - Shopping + Abschlussessen

08.03.2020 - Prüfungsvorbereitung || Laura

14.03.2020 - Prüfung || Laura

15.03.2020 - Fotoshooting (Absage!)

Der Kurs ging - wie bereits geschrieben - immer von 10:00 Uhr bis 17:30 Uhr immer am Wochenende. Wir waren 7x Studenten (6x MakeUp Artist und 1x Visagist) und

2x Trainerinnen, die sich von den Tagen die Zeit hereingeteilt haben, da sie auch Familie hatten - verständlich. Die Visagisten Ausbildung von Steffi hat weniger Zeit in Anspruch genommen als der MakeUp Artist.

Als sie ihre Prüfung hatte, hatten wir unseren Endverbrauchertest. Als Steffi ging, kam Elli zu uns. Grund hierfür war, dass sie bereits den MakeUp Artist angefangen hatte, dann schwanger wurde mit Komplikationen und erstmal pausieren musste.

Das MakeUp wurde gestellt von der ProAcademy.

Größtenteils wurden mit MAC Produkten gearbeitet, ein paar Dinge gab es auch von NYX. Zu Beginn haben wir eine Tasche mit Pinseln sowie künstlichen Wimpern erhalten -

diese stammten von Pippa Mint.

Die Pinsel waren leider nicht so mega, da sie bereits nach ein paar Malen in Benutzung ziemlich abgenutzt aussahen.

Nach einer kleinen Beschwerdemail an die ProAcademy wurde mir gesagt, dass ich sie falsch sauber mache und Pinselseife verwenden soll - seit der ersten Benutzung immer gemacht... Leider schilderten mir auch einige meiner Modelle, dass sie die Pinsel unangenehm auf der Haut fanden - ziemlich kratzig und grob...

Also habe ich mir noch ein paar andere Pinsel besorgt - von BH Cosmetics (ich LIEBE sie). Zum Thema Pinselpflege habe ich bereits einen Blogbeitrag verfasst - diesen könnt ihr hier noch einmal nachlesen.

Vormittags hatten wir meistens Theorie und etwas Praxis - zumindest haben wir bereits den Look an uns gegenseitig geschminkt. Also war es eher ratsam ungeschminkt bzw. mit so wenig wie möglich in der Schule anwesend zu sein. Für mich die ersten Male ehrlicherweise ziemlich befremdlich aufgrund meiner Haut und die Tatsache, dass ich mich mit MakeUp wohler in meiner Haut fühle - aber was sollte es - ich hab es dann auch durchgezogen...

Mir fiel es die erste Zeit etwas schwer, da ich ja nicht so wundervolle reine Haut habe. Oftmals wurde mir dieser Zustand - und die Tatsache - auch (freundlicherweise) gesagt.

Denkt euch beim Lesen bitte etwas Ironie dabei - aber nur einen Hauch...

Sonst waren aber wirklich alle nett, außer dass ich ab und an dass Gefühl hatte, dass keiner mit mir zusammenarbeiten wollte (oder nur Einbildung?!?), aufgrund meiner Haut.

Da ich aber sowas kenne, war ich nicht traurig und habe mich aber dennoch wohlgefühlt.

Mit manchen hatte ich mehr Kontakt - mit manchen nur das nötigste - aber vollkommen legitim und normale wenn nicht überall die Chemie stimmt, wenn ihr mich fragt... Manchmal habe ich mich selbst geschminkt oder durfte eine unserer Trainerinnen schminken - wobei ich viele tolle Tipps erhalten habe, die mir dann am Nachmittag einiges gebracht haben. Somit Hauptgewinn und persönliches Coaching - das Beste, was passieren hätte können!

Am Nachmittag hatte ich aber - meistens - ein anderes Modell, damit ich viele verschiedene Gesichtstypen hatte. Ab und an hatte ich Modelle, wo das Thema nicht so einfach umsetzbar war, sodass ich innerlich Panik hatte zu versagen oder besser gesagt: noch nicht die Erfahrung hatte typgerecht zu schminken.

Aber so konnte ich ebenfalls viele Erfahrungen sammeln und war dann relativ sicher.

Nur ab und an kam es vor, dass ich doppelt geschminkt habe, da diese Person dann mein Backup war. Aber ich habe tatsächlich nur eine kurzfristige Absage erhalten und mein Backup stand dann in den Startlöchern und hat sich über ein schönes MakeUp gefreut.

Hier noch einmal ein riesengroßes DANKESCHÖN, an all die lieben Menschen, die mir ihr Vertrauen und ihre Zeit geschenkt haben.

Zwischendurch gab es immer mal wieder kleine praktische Teste um uns zu überprüfen.

Die Tests waren auf Zeit und beinhalteten die wichtigsten Skills, die man als MakeUp Artist können sollte - wie zum Beispiel: Teint mit Augenbrauen | Lippen | Smokey Eyes | Eyeliner.

Diese wurden natürlich bewertet und gingen in unsere Endnote ein. Ebenfalls wurde uns zur Einführung ein Referatthema zu geordnet, worüber wir ca.

15 Minuten reden sollten mit Anschauungsmaterial etc.

Ich hatte das Thema "80er Jahre". Hier habe ich mich eher auf die Underground-Szene wie Punk/Gothic fokussiert, da ich das viel mehr interessanter fand als die "Stino-Variante".

Als MakeUp Look hab ich dann den 80er Look umgesetzt.

Die Zeit verging wie im Flug und somit stand auch schneller als gedacht, die Prüfung vor der Tür, diese fand am 14. März 2020 statt.

Da ich noch zu dieser Zeit krank geschrieben war mit meiner Bronchitis und bereits die Welle der Corona-Pandemie sich langsam näherte, wurden wir von unserer Haupttrainerin - Yve - informiert, dass sie uns nicht prüfen würde. Aufgrund einer Amerikareise befand sie sich mit Symptomen in Quarantäne - also übernahm den Part der Theorie und Praxis Prüfung - Renee. Das Fotoshooting sollte in Anwesenheit einer Katharina durchgeführt werden, die extra von einem anderen Standort der ProAcademy anreisen sollte.

Der Samstag war da und ich war relativ aufgeregt, aber noch in einem ganz normalen Rahmen - zu meiner Abschlussprüfung als Biologielaborantin war ich definitiv aufgeregter und nicht so entspannt. Liegen auch ein paar Jahre dazwischen (Dezember 2013)...

Um 10 Uhr fingen wir mit der Theorie, wo es Multiple Choice Fragen gab - souverän mit 1.5 benotet worden. Ich war sehr zufrieden. Für die Beantwortung der Fragen hatten wir eine Stunde Zeit - ich brauchte nicht so lange (keiner von uns).

Danach gab es erstmal ein Sektchen - verdient und wuhuuu!

Nach einer kleinen Pause, ging es gegen 11:30 Uhr mit der Praxis Prüfung los.

Zwei Themen zum Aussuchen - Hollywood Star oder Marilyn Monroe.

Ehrlicherweise wäre mir beim ersteren Thema auch Frau Monroe in den Sinn gekommen, also wählte ich sie. Wir hatten für das Thema eine Stunde Zeit es umzusetzen - danach ging es an die Verteidigung unserer Arbeit. Ebenfalls mit 1.5 abgeschlossen - ich war sehr zufrieden, weil ich innerlich sehr stolz auf mich war.

Da Anni leider krank war, sprang die liebe Laura ein, wo ich sehr dankbar war.

Letztendlich hatte ich eine Gesamtnote von 1.6 - das Ergebnis ist sicherlich sehr gut, aber innerlich hat es mein altes Ego verletzt, weil es ja nur "gut" ist und nicht "sehr gut".

Auf dem Zertifikat steht aber "Mit sehr guten Leistungen bestanden!".

Matze holte mich nach der Prüfung ab und wir schlenderten noch eine Runde gemütlich durch die Leipziger Innenstadt. Ehrlicherweise habe ich mich nach der Prüfung ziemlich frei gefühlt, war ein tolles Gefühl. Denn es war vollbracht - bestanden und das auch ziemlich gut. Am Abend haben wir Laura und ihren Freund zum Griechen eingeladen - ein kleines Dankeschön, dass sie mein Prüfungsmodell war.

Am nächsten Tag sollte das Fotoshooting stattfinden.

Das erste Fotoshooting, wo man als MakeUp Artist gearbeitet hätte um erste Erfahrungen und die ersten Bilder für das Portfolio zu sammeln - also sozusagen die Bewerbungsmappe, dem Aushängeschild für weitere Jobs und Buchungen von potentiellen Kunden. Sollte und hätte - ja - weil es einfach mal früh abgesagt wurde.

Abgesagt von der Katharina, die uns an dem Tag betreuen wurde. Grund: Corona.

Letztendlich wurde es abgesagt, weil sich eine Schülerin nicht fühlte - aber dies andere Gründe hatte, dass sie sich unwohl fühlte - ein Todesfall/Beerdigung einen Tag vor der Prüfung (und das wusste auch die ProAcademy)... Ist es da nicht verständlich, dass man sich dann aus dem Shooting zurückziehen möchte???

Einige von uns hatten auch noch Pinsel und diverse Dinge in der Schule, die wir holen wollten. Das war auch ein hin und her... Letztendlich durften wir aber noch ganz kurz in die Schule und unser Zeug herausholen, denn die Schule sollte ab dem 16. März 2020 geschlossen werden - nicht wegen Corona, sondern weil es so beschlossen wurde.

Die ersten Aufräumaktionen liefen bereits und die Schule wurde leer geräumt - wenn ihr mich fragt: das kam denen sowas von gelegen!

Da sie nur MAC Produkte mitnehmen wollten, durften wir die NYX Produkte uns unter den Nagel reißen - eine kleine Entschädigung.

Am nächsten Tag bekamen wir eine eMail, wo Stellungnahme genommen wurde zu der Absage:

Praktischerweise haben wir uns eine WhatsApp Gruppe erstellt, diese als Diskussionsforum genutzt und haben eine gemeinsame eMail mit unseren Gedanken verfasst.

Da fühlte man auch echt eine Art "Zusammenhalt".

Nach mehreren Nachfragen unsererseits gab es auch mal eine eMail als Rückmeldung.

Diese empfand ich als herablassend formuliert - wurde ebenfalls ziemlich mit - verständlicher - Empörung in unserer Gruppe auseinandergenommen.

Übrigens: von den beschriebenen behördlichen und schulischen Anweisungen bzw. Schutzmaßnahmen war erst ab dem 18. März 2020 in Sachsen die Rede - nicht vom 15. März 2020. Mir und auch den anderen kam es vor als ob Corona einfach nur eine Ausrede war um ein neues Shooting zu organisieren und die Tatsache, dass die einfach mal Bockmist verzapft haben mit ihrer schnellen (panischen) Absage.

Meiner Meinung nach ist die Absage des Shootings ein absoluter Vertragsbruch.

Klar - haben sie Alternativen angeboten, aber wir haben einen Vertrag mit der ProAcademy in Leipzig abgeschlossen und nicht die aus Hamburg, Köln, whatever...

Da wir uns das ehrlicherweise nicht gefallen lassen wollten, haben wir uns wieder "zusammengesetzt" via WhatsApp Gruppe und erneut eine eMail verfasst.

Eine Antwort ließ lange auf sich warten. Es wurde auch nicht auf eMails reagiert, die nachgefragt haben zum Stand der Dinge. Dies ist auch der Grund, warum dieser Beitrag erst so verspätet online geht - auch da man Ewigkeiten auf das Zertifikat dadurch gewartet hat, weil angeblich das Shooting mit reingezählt hat - wobei die Prüfung davor war und nicht danach... Logisch also, dass das da noch mit reinzählt...

Der Schriftverkehr ging in die nächste Runde und irgendwann kamen sie uns ein Stück entgegen - zumindest haben sie das Bahnticket - Hin- und Rückfahrt und natürlich den Supersparpreis - übernommen.

Nach erneutem Warten gab es dann auch einen Termin.

Der 02. August 2020 sollte es werden - das langersehnte abschließende Fotoshooting.

Den Termin habe ich mir auch gleich mit der lieben Nancy geschnappt - ich wollte es einfach endlich hinter mich bringen - hat ja auch genug Zeit in Anspruch genommen.

Einige Zeit davor gab es noch ein paar Instruktionen und das Bahnticket kam per PDF - das hatte schon mal geklappt.

Also Sonntagfrüh aufstehen, zum Hauptbahnhof fahren, mit Maske im Zug nach Hamburg und den Weg mit Nancy zur ProAcademy. Nach einer Busfahrt von 30 Minuten (da wir am Hauptbahnhof in Hamburg aussteigen mussten), einem kleinen Spaziergang waren wir dann auch an der ProAcademy. Was soll ich sagen? Der Eingang und das Gebäude hatten einen Charme einer Psychiatrie, aber der Raum an sich in der ProAcademy war sehr schön - das hat mir gefallen. Prinzipiell waren alle nett - klar war man da fremd.

Die Dozentinnen haben sich sehr lieb um uns gekümmert und haben tolle Tipps gegeben.

Corona hat man da ehrlicherweise nicht gemerkt, wenn man mal bedenkt, dass man als MakeUp Artist (eigentlich) eine FFP2 Maske und eine Schutzbrille oder ein Visier tragen hätte müssen... Schutzbrille - Dank Arbeit - und die ordnungsgemäße Maske hatte ich dabei, blieben aber in meiner Tasche, da ALLE (!) wirklich nur einen normalen Mund-Nasen-Schutz getragen haben und diesen auch nicht richtig --> es heißt nicht umsonst Mund-Nasen-Schutz wenn man nicht die Nase bedecken kann...

Naja Nancy und ich haben bereits unseren Platz so gewählt, dass wir nicht mit den anderen größtenteils in Kontakt kamen - immerhin wusste keiner wo die vorher waren und wir hatten beide keinen Bock irgendwelche Symptome oder in Quarantäne zu müssen.

Gegen 12 Uhr kamen dann auch unsere Modelle und wir haben sie so nach dem Mood-Board wie bereits in der ProAcademy in Leipzig geübt, geschminkt.

Die Studenten in Hamburg hatten eindeutig coolere und farbenfrohere Mood-Boards, aber was solls - liegt auch sicherlich an den Städten und der Präsenz.

Das Shooting an sich war OK, die Fotografin hätte ehrlicherweise netter sein können und nicht einen von oben herab behandeln müssen. Ehrlicherweise haben mir die Ergebnisse, die man auf der Kamera bzw. auf dem Tablet gesehen hat, nicht gefallen. Das MakeUp wurde mehr in den Hintergrund gerückt als in den Vordergrund.

Beim zweiten MakeUp wurde mit Vaseline auf der Kamera gearbeitet.

Ebenfalls fand ich es grenzwertig ein Baby mit ans Set zu bringen, obwohl der Vater/Mann anwesend war. Wenn das Kind gequänkelt hat, dann wurde gefühlt alles stehen und liegen gelassen und sich ums Kind gekümmert - nebenbei den Mann noch angemacht, was er mache. Vertrauen pur. Tatsächlich war ich innerlich froh als wir dann endlich fertig waren und gehen durften.

Endergebnisse habe ich bis heute nicht bekommen, wobei es auch bereits 6 Wochen schon her ist. Die liebe Nancy hatte bereits auch angefragt und als eMail kam zurück: Geduld... ich kann es ehrlicherweise nicht mehr hören immer einen so zu vertrösten.

Vor allem diese Bilder sollten ja den Start als MakeUp Artist vereinfachen in dem man Bilder als Referenzen hat für Job-Bewerbungen... Denkt euch euren Teil dazu!

Den restlichen Tag haben Nancy und ich dann schön gemütlich in Hamburg verbracht indem wir etwas spazieren gewesen waren, die Speicherstadt besichtigten und gemütlich alles im Bahnhof ausklingen lassen haben bei einem Burrito und einem Frozen Yoghurt.

Reinzufällig habe ich dann draußen die liebe Alea Feuerbach getroffen - das war schön kurz mit einer alten Bekannten zu quatschen.

Wieder in Berlin angekommen, bin ich dann relativ geschafft ins Bett gefallen und war froh, dass ich den nächsten Tag mir frei genommen habe.

Ehrlicherweise hat mir dies gezeigt, dass ich nur Aufträge annehmen werde auf die ich auch Bock habe - das habe ich ganz ehrlich nicht nötig mich so behandeln zu lassen.

Ich habe einen Beruf, den ich sehr liebe und in dem ich auch persönlich aufgehe.

Ich wiederhole gerne noch einmal, ich hatte die Prüfung zum MakeUp Artist am 14. März 2020 - mein Zertifikat kam am 11. August 2020 an.

Ich schätze, die ProAcademy hat nicht mit unser Reaktion gerechnet und dachte sicherlich, dass wir auf das Shooting verzichten und nur das Zertifikat nehmen. Ich bin aber froh, dass ich es nun endlich auch in den Händen halten kann und dies komplett abgeschlossen habe, nicht verzichtet habe obwohl es vielleicht einfacher gewesen wäre.

Das Ende bleibt mir zwar nicht in sehr guter Erinnerung bzw. hat einen bitteren Beigeschmack. Jedoch erinnere ich mich gerne an die Mädels und an die Trainer zurück, denn sie waren immer sympathisch und standen immer mit Rat und Tat an der Seite.

Waren immer meistens gut gelaunt und auch wir waren eine schöne, homogene Gruppe.

Letztendlich können die Mädels und die Trainerinnen nichts dafür, dass die ProAcademy einfach fragwürdige Entscheidungen getroffen hat.

In der Zeit danach - vor allem ab Mai - konnte ich auch bereits die ersten Erfahrungen als MakeUp Artist sammeln und hatte bereits tolle Gelegenheiten mit tollen Menschen zusammenzuarbeiten. Danke dafür!

Zum Thema der Organisation… Manchmal kam es mir sehr chaotisch und unstrukturiert vor.

Vor allem beim Nachrichtenverkehr mit der Hauptzentrale. Bevor es im Januar losging, musste ich tatsächlich fragen, wann man denn einen Ablauf bekommt, da man ja doch etwas von außerhalb planen musste (Zugverbindung, etc.). Ich hätte es schon sehr bevorzugt, wenn sie einem auch einen kleinen Stundenplan der jeweiligen Unterrichtseinheiten gegeben hätten, denn so hätte man bereits seine Wahl zur Modellsuche optimieren können. Auch auf meine Frage, ob man Männer benötigt, kam eine Antwort ala „Ja kann schon sein in der heutigen Zeit, aber das erfahren Sie noch“.

Mega Antwort für eine, die Zeitpläne und Strukturen liebt und lieber eher das Zugticket bucht als auf den letzten Drücker… (Ist ja auch eine Kostenfrage - sind wir mal ehrlich...)

Letztendlich ist jedoch alles gut gegangen und bereits relativ vergessen bzw. irgendwo bei mir abgelegt in den nicht so positiven Erinnerungen.

Ich hätte schon stutzig werden sollen bei einer Internetpräsenz, die nicht auf dem neusten Stand war. Wobei ich ehrlich sagen muss, dass ich erst als die Weiterbildung begann dies erfahren habe, dass es keine Schule in Berlin gab.

Aber hey - perfektes Aushängeschild! Wir haben (besser: hatten) schließlich eine Schule in der Hauptstadt und der Stadt an sich - Lifestyle...

Ich bin dankbar für die Erfahrung - für das, was ich neu gelernt habe.

Ich bin dankbar über die neuen Menschen, die ich jeden Samstag- und Sonntagnachmittag kennenlernen durfte oder mit altbekannten Gesichtern, die Zeit verbringen konnte.

Danke für euer Vertrauen, eure Zeit und die schönen Gespräche, die ich mit einigen führen durfte.

Ich bin dankbar für die Menschen, die mit mir die Weiterbildung gegangen sind und das wir eine schöne homogene Truppe waren. Die, die sich auf jeden Fall noch einmal wiedersieht - so der Plan, aber ehrlicherweise muss ich jetzt sagen, dass jeder seinen Weg geht und das ich kein Widersehen in nächster Zukunft sehen werde.

Ich habe nur noch ganz selten Kontakt und wenn werde ich angeschrieben, wenn der eine oder andere etwas wissen möchte bzw. irgendwelche Ratschläge haben möchte wie ich das gemacht habe...

Das bin ich auch ehrlicherweise leid, dass man so naiv ausgenutzt wird.

Ich bin auch dankbar für diese äußerst sympathischen und wundervollen zwei Trainerinnen - Yve und Renee - die viele hilfreiche Tipps gegeben haben und Kritik gegeben haben, mit denen man auch mal privat reden konnte und auch lachen.

Wir sehen uns ebenfalls nochmal wieder - denke ich, zumindest irgendwann...

Schaut unbedingt auch bei den Instagram-Accounts der Mädels vorbei - hinterlasst Liebe in Form von Likes, Kommentaren und Follows:

Trainerinnen: Yve | Renee | ProAcademy

Studenten: Anja | Saskia | Nancy | Celine | Nadine | Elli | Stefanie | Elisa

Produkte: MAC Cosmetics | NYX Cosmetics | Pippa Mint

Die ProAcademy fand man in der Hainstraße 26 in Leipzig, 2. OG!

Fand, da wir der letzte Kurs waren, die noch in den Genuss dieser Ausbildung gekommen sind. Obwohl ich ehrlicherweise gerne noch den Hairstylisten rangegangen hätte - damit man auch Haare und nicht nur MakeUp anbieten kann.

Kurze Zeit habe ich auch überlegt - da bin ich ehrlicherweise noch hin- und hergerissen.


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|| Elisa Weiß | Schillingstraße 23 | 13403 Berlin | Deutschland ||

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